Praeco Medii Aevi

 

Ihr werdet fragen, wer oder was ist Praeco Medii Aevi ?!

Die Antwort wird Euch verblüffen - ein Mittelaltermagazin in der großen, weiten Welt des Internets.

Sie gestaltet sich wie eine Zeitung mit immer aktuellen Ausgaben! 

Hier gibt es interessante Berichte über Märkte, Buchvorstellungen, Markttermine, Wissenswertes, Archäologie uvm.

Ganz besonders interessant finde ich es, dass jeder mitwirken kann. Wer als etwas zum Thema Mittelalter, Märkte, MA Gruppen usw. zu bericheten hat, kann sich an die Redaktion wenden. Klickt einfach auf den rechten Bildbutton und Ihr erfahrt mehr!

 

Norimbert

 

 

Der Lehmbackofen  

 

Der Backofenbau begann, wie das Brot backen selbst, 2000 v.Chr.. Brotteige,zerstampfte Körner, die zu einem Mehlbrei verarbeitet worden sind, wurden bei den Germanen in der frühesten Kulturstufe auf glühende, heiße Steine gestrichen und buken somit fest (Fladenbrot). Später kamen die Grubenbacköfen, ein in die Erde eingelassenes Feuerloch mit seitlichen Wänden aus Findlingen, dazu. Mit der Erfindung des Backofens, welcher erstmals vor ca. 3000 Jahren oberirdisch errichtet wurde, wurde eine neue Brotbackart hervorgebracht, das Brot.

Die Unterbringung des Backofens war sehr unterschiedlich. Auf großen Höfen und Burgen war der Backofen im Inneren des Hauses untergebracht. In kleineren Höfen oder Wohnhäusern war dies jedoch nicht möglich, so dass der Backofen an die Außenwand des Hauses angebracht und von der Küche aus benutzt wurde. Diese in oder an den Häusern errichteten Backöfen waren aus brandschutzrechtlichen Gründen eine Gefahr für Haus und Hof. Auf Grund des hohen Holzverbrauches und der Feuergefahr entstanden sog. Gemeindebackhäuser. Damit entsprangen neben den am Haus befindlichen Backöfen die freistehenden Backöfen in der Nähe der Häuser,meist im angrenzenden Garten. Diese freistehenden Backöfen wurden meist als Hof- oder Gemeindebacköfen genutzt. Sie standen nun gesondert, meist in einem separaten Gebäude.

 

Und, neugierig geworden? Hier erfahrt Ihr vieles wissenswertes zum Eigenbau: 

 

http://www.derlehmbackofen.de/

 

www.lehmofenbau-gierrtz.de 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vielen lieben Dank an die Autoren!!!

 

 

Schlacht von Azincourt  

(Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Azincourt)

 

Die Schlacht von Azincourt (französisch Bataille d’Azincourt, englisch Battle of Agincourt) fand am 25. Oktober 1415, am Tag des Heiligen Crispian, bei Arras im nordfranzösischen Département Pas-de-Calais statt. Die Truppen von König Heinrich V. von England kämpften gegen das Heer von König Karl VI. von Frankreich, verschiedener französischer Edelherren und der Armagnacs. Es war einer der größten militärischen Siege der Engländer über die Franzosen während des Hundertjährigen Kriegs.

Die Schlacht von Azincourt ist für eine mittelalterliche Schlacht ungewöhnlich gut dokumentiert. Die präzise Örtlichkeit der Hauptschlacht ist unumstritten; über den chronologischen Zeitablauf besteht Unsicherheit nur in Detailfragen. [1] Die Anzahl der Schlachtteilnehmer dagegen ist seit langem strittig, da hier die Chroniken weit voneinander abweichen. Über fast 600 Jahre bestand jedoch Konsens, dass das englisch-walisische Heer den französischen Truppen zahlenmäßig weit unterlegen war. Moderne Historiker haben häufig ein Kräfteverhältnis von 4:1 zugunsten der französischen Seite unterstellt. Neuere Forschungen der britischen Historikerin Anne Curry bestreiten dies. Abweichend von der bislang bestehenden Lehrmeinung vertritt sie (ausgehend von den dokumentierten Soldzahlungen) die Ansicht, dass das französische Heer dem englisch-walisischen Heer nur mit einem Kräfteverhältnis von 3:2 überlegen war. [2] Das genaue Kräfteverhältnis bleibt aber nach wie vor strittig.

Die Schlacht von Azincourt gilt als eine der bedeutendsten Schlachten der Militärgeschichte, weil wie zuvor bei der Schlacht von Crécy mit Langbögen bewaffnete Fußtruppen einen entscheidenden Anteil am Ausgang der Schlacht hatten. Der Angriff der schweren französischen Reiterei blieb nicht zuletzt wegen des massiven Einsatzes von Langbogenschützen ineffektiv; der Angriff der schwer gerüsteten französischen Adeligen wurde durch ihren Einsatz verlangsamt und beeinträchtigt. Die militärische Niederlage Frankreichs war so nachhaltig, dass Heinrich V. 1420 Frankreich den Vertrag von Troyes aufzwingen konnte, der ihm durch die Heirat der französischen Königstochter Katharina von Valois den Anspruch auf den französischen Thron zusicherte.

 

Ausrüstung der englischen Langbogenschützen

Über die Ausrüstung der für den Ausgang der Schlacht wesentlichen englischen Langbogenschützen ist sehr wenig bekannt. Einige von ihnen trugen möglicherweise ein kurzärmeliges Kettenhemd über einem wattierten Wams. [8] Das wattierte Wams hatte sich aus dem unter dem Kettenhemd getragenen Gambeson entwickelt. Es lag an Oberkörper und Armen fest an und bestand aus mehreren Lagen festen Leinengewebes, welches in Längsrichtung gesteppt war. Es war häufig mit Wolle, Watte, Filz, Hanf oder Heu gepolstert. Ein aus den 1460er Jahren stammendes Wams ist erhalten geblieben und weist auf der Vorderseite 23 Lagen Leinen und Wolle und an der Rückseite 21 Lagen auf. [8] Einige Quellen berichten, dass die Bogenschützen ansonsten barhäuptig und barfüßig kämpften. [9] Sie waren in einem direkten Kampf mit einem Gewappneten auf Grund ihrer anderen Waffen und dem geringen Schutz, den ihre Kleidung bot, weit unterlegen. Verglichen mit einem Kämpfer, der einen Plattenpanzer trug, waren sie jedoch erheblich beweglicher. Ihre entscheidende Stärke lag im geübten Umgang mit dem Langbogen. Ein Bogenschütze musste mindestens zehn Pfeile pro Minute abschießen können, um in das englisch-walisische Heer aufgenommen zu werden. [10] Die Bogenschützen beherrschten unterschiedliche Schusstechniken. Dazu gehörte ein Abschießen von Pfeilen, so dass sie einer hohen parabolischen Flugbahn folgten. Mehrere hintereinander stehende Reihen an Bogenschützen konnte auf diese Weise gleichzeitig ihre Pfeile abfeuern. Diese Technik wurde vor allem verwendet, wenn der Angriff des Feindes durch einen dichten Pfeilschwarm verlangsamt werden sollte. Die Pfeile trugen eine schmiedeeiserne Spitze. Die nach der Klassifikation des Britischen Museums sogenannte „Kriegsspitze Typ 16“ war etwa fünf Zentimeter lang, lanzettförmig mit flach-elliptischem Querschnitt und kaum ausgeprägten Widerhaken. Auf Grund moderner Schießversuche weiß man, dass diese Kettenhemden und Plattenpanzerungen durchschlagen konnte. [11][12] Verwendet wurden außerdem Bodkin-Spitzen, die auf Grund ihrer kurzen kräftigen Vierkantspitze ebenfalls Plattenpanzerungen und Kettenhemden durchschlagen konnten. [11] Auch hier haben moderne Schießversuche gezeigt, dass ein mit einer Bodkinspitze versehener Pfeil bei einem Auftreffwinkel von 50 Grad einen Plattenharnisch von 1,5 mm Plattenstärke durchschlagen kann. [13]

Die Pfeile wurden zu Bündeln von je 24 Pfeilen in Leinenbehältern transportiert; Rückenköcher waren im Mittelalter unbekannt. [11] Während des Gefechtes trug der Bogenschütze diese entweder als Bündel in seinem Gürtel oder in einem Transportbehälter. Häufig steckte der Schütze seine Pfeile vor sich in den Boden. Solche durch Erdreich verunreinigte Spitzen führten bei den Getroffenen häufig zu schwerwiegenden Entzündungen der Wunden.

 

Norimbert  

 

 

Einführung in die Geschichte der Normannen

 

1. Ursprünge


    

  • Die Normannen waren Germanen, deren Vorfahren über Dänemark nach Schweden und Norwegen kamen.    
  • 'Normannen' = Nordmänner, Männer des Nordens (Dänen, Schweden, Norweger).   
  • Sie wurden auch Wikinger genannt. Die wahrscheinlichste Bedeutung des Wortes 'wik' ist Fjord, wobei mit Wikinger einer gemeint ist, der Fjorde unsicher macht.   
  • In den einzelnen Teilreichen herrschten viele Kleinkönige. Erst im Laufe des 9. und 10.Jh. konnte sich hier ein starkes Königtum herausbilden. Unterstützt wurde dieser Vorgang durch den Übertritt des Königs zum Christentum (10.Jh.).   
  • Schon sehr früh zogen die Wikinger los, um mit der Welt Handel zu treiben oder sie auszuplündern bzw. zu besiedeln.   
  • Gründe für die Expeditionen waren: Unfruchtbarkeit des Bodens,  zu viele Menschen lebten in den wenigen fruchtbaren Siedlungen, Hunger nach Gold, Ruhm, Frauen, Sklaven.   
  • Deshalb strömten die Norweger nach Schottland, Irland, Island, Grönland, die Dänen nach England und Frankreich und die Schweden nach Rußland.   
  • 860 wurde Island entdeckt. Es kam als viertes Land zu den Nordmänner hinzu.   
  • Die Wikinger waren gemeinschaftlich organisiert. Es gab das Thing oder Allthing, eine Art gemeinsames Parlament und Gerichtshof. So nahm beispielsweise das Allthing im Jahr 1000 in aller Form das Christentum an.   
  • Im Laufe des 10. Jh. wurden außerdem Grönland und Labrador entdeckt. Allein zwischen 985 und 1011 gab es 5 Expeditionen nach Nordamerika.

2. Die Normannen in der Normandie


 

  • Während des 9. Jh. zogen die Wikinger (überwiegend Dänen, aber auch  Norweger) durch Nord- und Mittelfrankreich. Entlang der Flüsse plünderten  sie Dörfer, Städte und Klöster.
  • Die westfränkischen Könige hatten ihnen kaum etwas entgegenzusetzen.  
  • Am Ende dieser Kämpfe stand der Vertrag von St. Clair-sur-Epte von 911 zwischen dem Normannenführer Rollo und dem französischen König     Karl dem Einfältigen: In diesem Vertrag wurde festgehalten, daß     die Normannen Christen werden, Karl den Lehnseid leisten und die Küsten vor anderen Normannen schützen sollten. Als Gegenleistung erhielten sie die Normandie als Lehen und Siedlungsgebiet.

Aufbau eines neuen Herzogtums

 

  • Was den Normannen im 10. und 11. Jh. gelang, war der Aufbau eines fast  selbständigen Herzogtums von hoher kultureller Qualität.
  • Sie bauten sehr viele Kirchen und Klöster und beschenkten sie reich.  So wurde die Abtei Mont St. Michel restauriert und ausgebaut.
  • Schon bald blühte in der Normandie eine reichhaltige Klosterkultur:  Die normannischen Klöster waren ein Ort der Gelehrsamkeit, Frömmigkeit  und Gottesfurcht, aber auch der Reform. Sie wurden Vorbild für viele  Klöster in Frankreich.  
  • Trotz aller Zeichen kultureller Religiosität blieben die Normannen auch auch Krieger und Kämpfer, gefürchtet in ganz Europa. Innere Unruhen, Freude an Entdeckungen und politische Unzufriedenheit waren es auch, die viele wieder hinaus in die Welt trieben.

Herrschaftsform des Herzogs der Normandie (10.Jh.)

 

  • In der ersten Hälfte des 10.Jh. vollzog sich ein radikaler Wandel von  den gleichberechtigten Teilnehmern einer Wikfahrt zur zentralen  Herrschaftsgewalt des Normannenherzogs.
  • Anders als im restlichen Mitteleuropa, lag die Macht nicht verteilt in  vielen Händen (Lehenswesen), sondern sie lag zentral in der Hand des  Herzogs. Ohne lehensrechtliche Bindungen und mit zentraler Verwaltung  herrschte er nahezu absolut.  
  • Dieser Regierungsstil wurde Vorbild für den Ausbau der Königsherrschaft in Frankreich unter Philippe Auguste (Anfang 13.Jh). Exportiert wurde dieser Stil nach Süditalien und fand seine Vollendung unter dem Staufer Friedrich II. in Sizilien.

3. Die Normannenherrschaft in England


 

  • Im Laufe des 9. Jh. kam es immer wieder zu Eroberungen und Besiedlungen im Osten Englands durch einfallende Dänen. Ihr Herrschaftsgebiet nannte man Danelaw (Ostengland). In der Folgezeit waren Kämpfe zwischen Dänen und Angelsachsen an der Tagesordnung.   
  • 1016 erfolgte eine großangelegte Invasion der Dänen. Ihr König     Knut der Große (1016-1035) eroberte England und einigte es unter seiner     Herrschaft. Die Regierung seiner Söhne endete 1042, als sie ins Exil     gehen mußten (Normandie), denn: 1042 hatte nämlich der Angelsachse     Eduard der Bekenner den Thron wieder erobert (bis 1066)



Das Jahr 1066 - Die Herrschaft des "Bastards"

 

  • Nach dem Tod König Eduards usurpierte Harald von Wessex den englischen  Thron. Er konnte eine norwegische Invasion abwehren und mußte sich dann  gegen einen weiteren Thronanwärter wenden.  
  • Wilhelm, gen. der Bastard, Herzog der Normandie, betrachtete sich als legitimer     Nachfolger auf dem englischen Thron, da er mit den englischen Königen     verwandt war. Im Oktober 1066 unternahm er die letzte erfolgreiche Invasion     in der Geschichte Englands. Am 14. Oktober kam es bei Hastings zur Entscheidungsschlacht.     Wilhelm gewann den Kampf und damit auch den Thron.   
  • Innerhalb der nächsten 5 Jahre wurde ganz England unterworfen. Es begann     die Zeit der Fremdherrschaft Englands durch die Normannen: Ämter und Würden     wurden den Angelsachsen weggenommen und an Normannen verteilt.   
  • Als Wilhelm 1087 starb hinterließ er ein wohlgeordnetes Land, das fest  in normannischer Hand war.

Das Ende der normannischen Herrschaft in England

 

  • Wilhelm II. der Rote (1087-1100), der Sohn des Eroberers, regierte England,     während sein Bruder Robert Kurzhose die Normandie erhielt = Teilung der     Länder.   
  • Mit König Heinrich I. Beauclerk (1100-1135), der Gelehrte genannt,     kam der jüngste Sohn des Eroberers auf den englischen Thron. Er widmete     sich vor allem dem Aufbau einer zentralen englischen Verwaltung.   
  • 1106 nahm Heinrich seinen Bruder Robert gefangen und übernahm auch     die Herrschaft über die Normandie.   
  • Heinrich hatte nur eine Tochter Mathilde, die in erster Ehe mit Kaiser Heinrich     V. verheiratet wurde. Als der Kaiser starb heiratete sie Gottfried Plantagenet,     den Sohn des Grafen von Anjou, Maine und Touraine.   
  • 1135 verstarb Heinrich I von England, der letzte normannische Herrscher     auf Englands Thron. In den nächsten 19 Jahren herrschte Bürgerkrieg     zwischen Mathilde und dem Neffen König Heinrichs Stephen von Blois (1035-1054).     Erst 1053 einigten sich beide Parteien.   
  • 1154-1399 regierte in England das Haus Anjou-Plantagenet (angevinische Haus).     Ihr Herrschaftsgebiet umfaßte England, Normandie, Anjou, Maine, Touraine,     Poitou, Guyenne mit der Gascogne. Damit hatte der englische König mehr     Ländereien in Frankreich als der französische König. Es ist     der Beginn der engl-frz. Kämpfe um die Vorherrschaft im Norden und Westen    Frankreichs, der im 14. Jh. in den Hundertjährigen Krieg mündete  (1339-1453).

Ouelle:  http://www.michaelmaxwolf.de/normannen/einfuehrung/einfuehrung_normannen.html

 

 

Lager - Vorbereitungen

 

Bald geht sie wieder los - die schönste Zeit des Jahres - das Lagerleben auf Mittelaltermärkten, Festivals, usw.

Die ersten Vorbereitungen laufen! Imprägnierung der Zelte, Überprüfen der Heringe und Seile, Nähen u. Flicken von Gewändern, Zusammenstellung der Küche und, und..........

Eine ewige Liste an vielen Dingen.

Um die Sache für uns etwas zu erleichtern haben wir eine Checkliste erstellt.

 

Dateidownload

          

                   

                                                                   

Sie ist ein parktischer Helfer, wenn es um den Start in ein Lagerwochenende geht. Diese Liste kann naturlich induviduel weiter "gestrickt" werden.

Wäre schön, wenn einige von Euch sich daran beteiligen würden. Sendet uns Eure weiteren "Checkpunkte" an

 

                             info@ferox-sagittarius.de

 

Wir nehmen die Punkte in die Liste auf, so dass sich mit der Zeit eine für viele verwendbare Lager-Checkliste entwickelt!

Also los gehts  und habt Dank !!

 

Norimbert 

 

Auf den Spuren von Jeanne d’Arc

 

Jeanne d’Arc wurde vermutlich am 6. Januar 1412 im lothringischen Domrémy als Tochter eines wohlhabenden Bauern geboren. Sie war von Kind auf sehr fromm – und offenbar auch spirituell bewandert. Mit 13 Jahren hörte sie Stimmen, die ihr sagten, dass sie fromm sein und fleißig zur Kirche gehen solle. Und – auch dass ließen die unsichtbaren Redner sie wissen: Sex ist verboten. Jeanne d’Arc müsse ihre Jungfräulichkeit bewahren. Die Adressatin dieser Aufforderung nahm die Anweisungen sehr ernst. Schließlich sprachen – so zumindest die Aussage Jeannes – die heilige Katharina, die heilige Margarethe und der Erzengel Michael zu ihr.

Im Laufe der Zeit wurden die Stimmen lauter. Immer wieder richteten sie das Wort an das gläubige Mädchen und gaben ihr Anweisungen für ihr Leben. Der wohl wichtigste Auftrag erfolgte im Jahr 1428. Damals befahlen die Stimmen der inzwischen 16-jährigen Jeanne, die Engländer aus Frankreich zu vertreiben und den französischen Kronprinzen, den Dauphin auf den rechtmäßigen Thron zu führen. Eine aberwitzige Aufgabe.

Zu dieser Zeit tobte im Land der Hundertjährige Krieg. England und Frankreich kämpften seit 1337 um den französischen Thron, englische Truppen hatten den Norden des Landes besetzt, Orléans wurde belagert. Zudem herrschte seit 1407 ein blutiger Bürgerkrieg zwischen dem Herzog von Burgund und den Armagnacs. Jeannes Heimatdorf Domrémy stand auf Seiten des Kronprinzen, das Nachbardorf auf Seiten der Burgunder. Der Krieg tobte vor Jeannes Haustür, es wurde geplündert und gebrandschatzt. Jeanne musste mit ihren Eltern vor den Soldaten nach Neufchâteau fliehen und kehrte schließlich in ihr verwüstetes Dorf zurück. Sie litt – und beschloss, etwas gegen diesen unseligen Zustand zu unternehmen.
Anfang des Jahres 1429 folgte sie ihren Stimmen, verließ ihr Elternhaus und machte sich auf nach Schloss Vaucouleur, wo sie nach mehreren Versuchen eine Audienz beim Stadtkommandanten Robert de Baudricourt bekam. Sie konnte ihn von ihrem Sendungsauftrag überzeugen, prophezeite, dass sie Orléans befreien und den Dauphin, also den Kronprinzen, zur Krönung nach Reims begleiten wird. Sie muss sehr überzeugend gewesen sein, denn Baudricourt gab ihr tatsächlich eine Eskorte mit, ließ sie Männerkleider tragen und zum Dauphin nach Chinon reiten. Er empfing Jeanne und auch ihn konnte sie davon überzeugen, dass sie im Namen Gottes gekommen sei und versicherte ihm, dass sie Orléans befreien und dass er in Reims zum König gekrönt würde.
Die Befreiung von Orléans war ein dringendes Anliegen bei Hofe, und so nutzte der Kronprinz die Gunst der Stunde. Er war sich bewusst, dass die energische, charismatische Jeanne auf seine Truppen und die Bevölkerung Eindruck machen und sie zum Kampf motivieren würde. Um die Geistlichen auf seiner Seite zu haben, ließ der Dauphin Jeannes Glaubwürdigkeit drei Wochen lang von Theologen und Geistlichen prüfen, Hofdamen untersuchten ihre Jungfräulichkeit. Im mittelalterlichen Glauben konnte man nur bei einer Jungfrau sicher sein, dass sie nicht mit Teufel im Bund war. Beide Prüfungen bestand sie. Und so ließ man ihr eine Rüstung machen und stellte ihr Soldaten an die Seite.
 

Verraten und verbrannt

Im April 1429 kam Jeanne mit den Truppen in Orléans an. Im Mai begannen die Kämpfe mit den Engländern, bis Juni waren sie mit Jeannes Hilfe aus dem Gebiet südlich der Loire vertrieben. Was Jeanne konkret auf dem Schlachtfeld getan hat, darüber berichten die Quellen sehr unterschiedlich. Die einen gehen davon aus, dass Jeanne nur als Glücksbringerin für die Soldaten mitzog. Andere Zeugen berichten, dass Jeanne an den Kämpfen beteiligt war und auch verwundet wurde. Wie auch immer die Wahrheit sein mag: Die junge Frau in Rüstung auf einem weißen Pferd, die die Standarte mit dem Bildnis der Jungfrau Maria vor sich trug, muss für alle eine imposante Erscheinung gewesen sein.


Im Juli 1429 wurde der Dauphin wie von Jeanne vorausgesagt in der Kathedrale von Reims zum König Karl VII. gekrönt, Jeanne mit ihrem Schwert an seiner Seite. Nach der Krönung wollte Jeanne ihre Prophezeiung wahrmachen, dass sie ganz Frankreich befreien würde und bat den König, sie nach Paris ziehen zu lassen. Dieser Versuch misslang, und Karl VII. wandte sich von Jeanne ab. Sie wurde bei einem erneuten Feldzug im Mai 1430 bei Compiègne festgenommen und an die Burgunder ausgeliefert, die sie an die Engländer verkauften.

Die Engländer wussten, was zu tun war. Sie hatten Jeanne von Anfang an als Ketzerin gesehen, so lieferten sie sie nun an ein Inquisitionstribunal aus. Sie wurde wegen Aberglaubens, Irrlehren und Verbrechen gegen den König angeklagt, der Prozess dauerte drei Monate. Es war ein unfairer Prozess: Die Richter waren dem Mädchen haushoch überlegen, waren voreingenommen und stellten ihr Fangfragen. Schließlich befanden sie sie 1431 für schuldig. Das endgültige Urteil: Tod auf dem Scheiterhaufen. Am 30. Mai 1431 wurde Jeanne d’ Arc auf dem Marktplatz von Rouen verbrannt, ihre Asche in die Seine gestreut. Es sollte nichts von ihr übrigbleiben, vor allem kein Grab, das zur Kultstätte werden könnte.

 

Nachdem sich die politischen Verhältnisse verändert hatten, strengte Karl VII. einen Rehabilitationsprozess an. Er konnte nicht zulassen, dass seine Herrschaft auf der Mithilfe einer Hexe und Ketzerin beruhte. Dazu kam, dass Jeanne schon zu dieser Zeit von ihren Landsleuten als Heilige verehrt wurde. 1455 nahm Papst Calistus III. den Prozess wieder auf. Das Resultat: die Aufhebung des Urteils gegen Jeanne.

 


 

Die Feldschmiede

 

Historischer Rückblick

Seitdem der Mensch Metalle verarbeitet, braucht er ein heiß brennendes Feuer, um Metalle glühend zu machen, um sie leichter bearbeiten zu können. Schon seit den ersten Hochkulturen in Mesopotamien, beziehungsweise vor tausenden Jahren im alten China, wurden Massen von Metallen von Schmiedemeistern verarbeitet, um daraus Messer, Werkzeuge und Schmuck herzustellen. Ohne die Verhüttung von Metallen und die Kunst, daraus brauchbare Gegenstände zu machen, gäbe es die heutige hochtechnologische Gesellschaft wie wir sie kennen nicht, da es eine wichtige Voraussetzung für die Industrialisierung und Wissenschaft war. Aus diesen Gründen sollte man sich mit diesem alten Handwerk vertraut machen und staunen, wie genial die alten Schmiedemeister waren.

 

 

Die kleine Feldschmiede 

Aus welchen Materialien sollte eine Esse hergestellt werden? Da ein Holzkohle bzw. Koksfeuer bis zu ca. 1250 °C heiß brennt und dadurch ein normales Stahlblech zerstört wird, sollte man Lehm, Ton oder Schamottsteine verwenden um eine sogenannte "Esse" zu bauen. Auch gelbe Klinkersteine können diese hohen Temperaturen widerstehen. Leider haben die wenigsten Platz um sich eine eigene Schmiede einzurichten. Auf der langen Suche nach einer preiswerten Lösung meinte ein Bekannter: Wie wäre es mit der Bremstrommel eines Fahrzeuges? Diese besteht aus Gusseisen, da sie hohen Temperaturen standhalten muss. Kleine Feldschmieden wurden tatsächlich aus Gusseisen gefertigt. Wie so viele Bastler, Heimschlosser und kleine Handwerksbetriebe schaute ich mich auf verschiedene Schrottplätzen um und wurde fündig. Eine Bremstrommel eines alten Trabant. Andere Bremstrommeln hätten es sicherlich auch getan, aber diese war glücklicherweise noch intakt und zeigte keinerlei Risse auf. Nach weiterem Stöbern hatte ich alle grundlegenden Materialien zusammengesucht, die ich für mein kleines Schmiedefeuer brauchte. Man sollte schon vor Ort schauen ob die einzelnen Materialen zueinander passen. Dies erspart langwierige Nacharbeiten an der heimischen Werkbank. Wer Geld sparen will muss nur lange genug auf Schrottplätzen suchen und auch die Leute vor Ort ansprechen beziheungsweise fragen wo man was finden kann. Wenn man gewillt ist kann man den Leuten sein Vorhaben erläutern und erhält eventuell Unterstützung. Auf diese Weise kann man wirklich viel Zeit und Geld sparen.

 

Weitere Informationen und Bauanleitungen erhaltet Ihr hier:

 

http://survival-mediawiki.de/dewiki/index.php/Die_kleine_Feldschmiede

 

Vielen Dank an die Autoren!

 

 

Tischsitten 

verschiedene zeitgenössische berichte deuten an, wie es zur essenszeit auf den burgen zugegangen ist. zwar werden in diesen überlieferungen meist die zustände in fürstlichen residenzen und reichen bürgerhäusern beschrieben, aber man kann gewisse parallelen zu den gewohnheiten auf den burgen ziehen. wann immer dies in der warmen jahreszeit möglich war, speiste die gesellschaft im freien, eventuell im schutz eines zeltes. bei schlechtem wetter oder im winter musste man das essen im speisesaal, meist im großen saal des palas, einnehmen.


 

Tischmanieren
schon immer gab es bei den menschen ungeschriebene regeln, die das benehmen beim essen regelten. im mittelalter wurden höfische sitte und feiner anstand auch auf das verhalten bei tisch angewendet. anleitungen zu gesellschaftlich akzeptiertem benehmen gab es bereits im 12. jahrhundert. auch die höfische dichtung nahm sich dieses themas immer wieder an. gegen ende des 15. jahrhunderts erschienen dann schriften, welche die tischsitten in allen einzelheiten festlegten. da die gruppe der burgbesitzer hinsichtlich ihres standes, ihrer erziehung und ihrer bildung sehr ungleich waren, fiel auch das benehmen bei tisch höchst verschieden aus. ein einfacher burgbesitzer wird es an der tafel eines vornehmen burgherren schwer gehabt haben, nicht aufzufallen.
wenn man die vielen vorschriften betrachtet, die das essverhalten zu korrigieren suchten, kann man ermessen, wie oft diese regeln missachtet worden sein mögen. grundsätzlich galten an der mittelalterlichen tafel folgende regeln

man aß mit sauberen händen, geschnittenen nägeln und gekämmten haaren.
sich kratzen, spucken, schlürfen, schlingen, mit vollem mund sprechen oder trinken sowie lautes naseputzen waren verpönt.
das messer durfte nur zum essen und nicht als zahnstocher benutzt werden. man sollte damit nicht herumfuchteln.
es galt als unschicklich, mit den fingern in die brühe zu tauchen.
wer brot in den wein tunkte, musste das glas austrinken oder den rest wegschütten. fleisch durfte man nicht in das für die ganze gesellschaft bestimmte salzfass tunken.
es war erlaubt, sich am tischtuch finger und mund abzuwischen. es galt aber als ausgesprochen unfein, sich am tischtuch die augen auszuwischen, die zähne zu reinigen oder gar die nase darin zu schneuzen.
von schlechten benehmen zeugte es auch, wenn jemand halbverzehrtes an einen anderen weiterreichte.
es war unschicklich, sich die besten stücke in der gemeinsamen schüssel zu sichern.
knochen durften nicht mit den zähnen abgenagt oder mit den fingernägeln abgekratzt werden, sondern man musste dafür das messer benutzten.
tischabfälle gehörten in die dafür vorgesehenen behälter. sie durften nicht einfach unter den tisch geworfen werden. allenfalls durfte man essensreste den hunden geben.

 

Christina


 

 

Hier gibt es weitere Info's