Der Bogenbauer

 

Wie bereits schon in "Wir über uns" beschrieben, haben viele von uns einen handgefertigten Primitivbogen.

 

Der Bogenbauer in unserer Gruppe bin ich – Norimbert. 

 

Mein Hobby erlernt habe ich vor über 6 Jahren beim Helmut Binder. Zusammen mit Jeannot habe ich einen Bogenbaukurs belegt.

Mein erster Bogen wurde mit sehr viel Schweiß, Schwielen an den Händen, und Rückenschmerzen erstellt. Man könnte meinen, wieso baut Jemand dann einen Bogen?! 

Es war ganz einfach die Liebe zum Handwerk, das wunderbare Gefühl als Schreibtischtäter mal mit eigenen Händen etwas aus einem Stück „Holz“ sinnvolles zu erstellen! Die Freude darüber war für mich so überwältigend, dass die Unannehm-lichkeiten, die ein ungeübter Körper erleiden musste, gerne in Kauf genommen wurden. So entstand nach 2 Tagen harter, aber wundervoller Arbeit, ein Flachbogen aus Esche.

 

Als Langbogenschütze hatte ich immer den sehnlichsten Wunsch, mit einem selbstgebauten Bogen, in die für mich als Königsklasse beschriebene Primitivbogengilde zu wechseln.

Ein Wechsel, den ich bis heute nicht bereut habe, obwohl die Erfolge bisher eher als mäßig zu beschreiben sind. Es ist für mich eine persönliche Herausforderung es irgendwann zu schaffen, konstant gute Ergebnisse bei Turnieren zu erzielen.

 

Der erste Bogenbau hat in mir so tiefe Eindrücke hinterlassen, dass ich einfach nicht mehr loslassen konnte und wollte!

Ich wurde Bogenbauer. Wenn auch nur ein Hobbybogenbauer, aber dafür mit Leib und Seele.

Die Bäume, wie Esche und Ulme habe ich selbst geschlagen bzw. gefällt. Die freundschaftliche Verbindung zu einem Förster erleichterte mir natürlich sehr die Beschaffung von gutem und geeignetem Holz.

Die Holzstämme werden auf ca. 2,0 m gesägt, anschließend gespalten, die Rinde entfernt und trocken gelagert. Und dann heißt es warten....! Ein Esche -Rohling benötigt sicherlich 8 -10 Monate natürliche Trocknungszeit, bis aus ihm ein Lang- oder Flachbogen werden darf. Ulme sollte besser 12 Monate oder länger gelagert werden.

Mittlerweile habe ich sicherlich mehr als 20 Bögen gebaut. Viele für Freunde, Bekannte und natürlich auch für mich. Stets bemüht die Qualität des Bogenbaus zu verbessern, hat mich vorangetrieben, immer wieder Bögen zu bauen und das natürlich mit viel Freude.

 Auch wenn nicht jeder Bogen von Erfolg gekrönt war (3x gingen zu Bruch), so konnte ich doch aus den Misserfolgen lernen.

Eine spannende Sache ist es jedes Mal, ein Stück Esche oder Ulme in die Hand zu nehmen und zu beginnen.

Meine bisherigen Bögen sind in erster Linie Flach- und Langbögen aus Esche und  Ulme. 

Mein Ziel und Wunsch ist es, ii diesem Jahr, mit dem Königsholz unter den Bogenhölzern, einer Eibe, einen Langbogen zu bauen. Das Holz lagert mittlerweile seit 3 Jahren bei mir und es kann so langsam in Angriff genommen werden. Es wird mit Sicherheit eine große Herausforderung werden, hier einen guten und schönen Eibe-Bogen zu bauen. Ich werde sicherlich zu gegebener Zeit darüber berichten!

Wer also ein bisschen neugierig auf den Bogenbau geworden ist, kann mir bei unseren Lagern, bei denen wir den Bogenbau vorstellen, gerne über die Schulter schauen oder auch seine Fragen an mich richten.

 

Hier einige Bilder zur neuen Werkstatt! Eine Erweiterung der bisherigen Werkstatt wurde möglich!

 

Bilder zur neuen Werkstatt


 

Hier noch einige Bilder meiner alten  Werkstatt und die Bögen: